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Donnerstag, 7. März 2019

Neuerscheinung: Schottische Wurzeln




Erst an ihrem achtzehnten Geburtstag erfährt Caroline von ihrer Mutter den Namen ihres Vaters. Colin MacDuff ist Schafzüchter auf der schottischen Insel Skye. Caroline begibt sich auf die Reise dorthin, um ihre schottischen Wurzeln endlich kennenzulernen. Auf der wunderschönen Isle of Skye begegnet sie nicht nur ihrem Dad, einem mürrischen alten Junggesellen, sondern auch Adam, einem sehr attraktiven Koch, und fühlt bald Schmetterlinge in ihrem Bauch. Doch es dauert nicht lange und sie möchte, so schnell es geht, wieder nach Hause und die Menschen der Isle of Skye vergessen. Dann stürzt Colin vom Dach und Caroline sieht sich gezwungen, noch zu bleiben und sich um ihn und seine kranke Mutter zu kümmern. Als sie hört, dass ihre Vorfahrin Edana MacDuff eine Hexe gewesen sein soll, will sie unbedingt mehr über diese Frau wissen …

Die Autorin Gisela Greil liebt Schottland, die Dudelsackmusik und Pubs, schottische Bräuche und Feste. Sie lebt im Bayerischen Wald und ist Mutter von vier erwachsenen Kindern. Seit vielen Jahren arbeitet sie in der Altenpflege. In der Freizeit backt sie Torten für besondere Anlässe, z. B. Hochzeiten, zeichnet gern und hat einen wunderschönen Garten mit vielen englischen Duftrosen. Ihr liebstes Hobby ist jedoch mittlerweile das Schreiben geworden. ›Schottische Wurzeln‹ ist der achte Roman der Autorin.

Facebookseite der Autorin Gisela Greil: Schottlandfan

Schottische Wurzeln
Ein Roman von Gisela Greil
ISBN: 978-3-9504729-0-5
Seitenanzahl: 353 (PDF)
Erscheinungstermin: März 2019
Coverfotos:
© Andrea Eckl
© green_flame – Fotolia.com
Covergestaltung:
Josef Greil

Leseproben und Download:

Kindle Edition

XinXii (verschiedene Formate)

Taschenbuch

iBookstore



Donnerstag, 1. März 2018

Neuerscheinung: Der Stern mit deinem Namen



Scott und seine Freunde cruisen am Wochenende auf ihren Motorrädern durch die schottischen Highlands. Megan ist zum ersten Mal mit von der Partie. Scott ist sogleich fasziniert von ihr. Doch dann tritt ein brutaler Kerl in Megans Leben und die schicksalhaften Ereignisse nehmen ihren Lauf ...


Die Autorin Gisela Greil liebt Schottland, die Dudelsackmusik und Pubs, schottische Bräuche und Feste. Sie lebt im Bayerischen Wald und ist Mutter von vier erwachsenen Kindern. Seit vielen Jahren arbeitet sie in der Altenpflege. In der Freizeit backt sie Torten für besondere Anlässe, z. B. Hochzeiten, zeichnet gern und hat einen wunderschönen Garten mit vielen englischen Duftrosen. Ihr liebstes Hobby ist jedoch mittlerweile das Schreiben geworden. ›Der Stern mit deinem Namen‹ ist der siebente Roman der Autorin.


Die Autorin im facebook


Der Stern mit deinem Namen
Ein Roman von Gisela Greil
ISBN: 978-3-9503762-9-6
Seitenanzahl: 348 (PDF)
Erscheinungstermin: März 2018
Coverfotos:
  © Stefan Krause, Lizenz: FAL
  © tonda55 - Fotolia.com
Covergestaltung:
  Josef Greil


Leseproben und Download:

Kindle Edition

XinXii (verschiedene Formate)

Taschenbuch

 

iBookstore

 

 



Donnerstag, 22. Februar 2018

›Der Stern mit deinem Namen‹
Der neue Roman von Gisela Greil




Dieses E-Book wird am 1. März 2018 erscheinen.



ISBN: 978-3-9503762-9-6
Coverfotos:
© Stefan Krause, Lizenz: FAL
© tonda55 - Fotolia.com
Covergestaltung: Josef Greil
Seitenanzahl: 350 (PDF)



Dienstag, 31. Januar 2017

Vorschau Frühjahr 2017



Der sechste Schottland-Roman von Gisela Greil ist in Vorbereitung!


Sonntag, 20. September 2015

Scotch Whisky ... in der Leseprobe

»Gut, dann mach ich mich auf die Suche nach Hanna und John.« David steht auf und geht nach draußen.
John hat mit viel Eifer und Begeisterung begonnen, Hanna die Herstellung von Whisky zu erklären. Als Erstes hat er ihr sein Barley Silo gezeigt, wo die Gerste gelagert wird.
»Das Silo ist jetzt natürlich leer, aber wenn ich wieder Whisky herstelle, ist es bis unters Dach gefüllt!«
Dann zeigt er ihr die Steeping Tanks, wo die Gerste eingeweicht wird.
Nach der Keimung trocknet man das so entstandene Grünmalz in der Kiln, die mit Kohle und Torf befeuert wird.
»So entsteht das rauchige, torfige Aroma, für das unser Whisky bekannt ist.«
Er zeigt ihr voller Stolz seine beiden Washbacks, die Gärbottiche, und dann kommt er zu seinem ganzen Stolz, seine Distille. Wash Still, Worm Tub und der Kondensator. Er wird nicht müde und erklärt Hanna alles ganz genau, bis hin zu den Fässern, in denen der edle Stoff dann mindestens drei Jahre lagern muss, um sich überhaupt Whisky nennen zu dürfen.
Anschließend beginnen die beiden, den Staub von den Geräten zu entfernen.
»Kann ich zusehen, wenn du wieder Whisky machst?«
»Wenn du dann noch hier bist, gerne!«
»Stimmt … dann bin ich wahrscheinlich wieder zu Hause!«
Hannas Stimme klingt etwas enttäuscht.
David hat die letzten Worte ihrer Unterhaltung mitbekommen.
»Denkst du, dass du deine Großmutter noch etwas alleine lassen kannst?«
»Oh David!« Hanna dreht sich überrascht zu ihm um. Ihre Wangen sind ganz rot vom eifrigen Putzen. »Warum, was meinst du damit?«


Download des Romans:


Whisky liebt Bärwurz
von Gisela Greil


Amazon Kindle Edition

XinXii (verschiedene Formate)

iBookstore



Dienstag, 5. Mai 2015

Whisky liebt Bärwurz



Der dritte Roman von Gisela Greil ist ein anregender Mix aus archäologischer Forschungsarbeit und mitreißender Lovestory, wobei zwei Geschöpfe aus Schottland und Bayern eine prickelnde Tuchfühlung zueinander aufnehmen.


Whisky liebt Bärwurz
Reliquiensuche im Bayerischen Wald
Ein Roman von Gisela Greil
ISBN: 978-3-9503762-2-7
Erscheint im Sommer 2015





Mittwoch, 11. Juni 2014

Leseprobe aus Kapitel 5 - "Wenn nur einer liebt"



Samstagmorgen. Michael war joggen und hat frische Brötchen fürs Frühstück dabei. »Guten Morgen!« Atemlos gibt er Emelie einen Kuss, die bereits mit frischem Kaffee auf ihn wartet. »Hast du gesehen, am Nachbarhaus steht ein Umzugswagen. Ich glaub, wir bekommen neue Nachbarn.“

Emelie steht auf und schaut zum Küchenfenster hinaus. »Du hast recht, die Leute scheinen ein kleines Kind zu haben, sie laden Kindermöbel aus. Vielleicht kommt es ja zu uns in den Kindergarten.« »Langsam mit den jungen Pferden.« Michael schüttelt lachend den Kopf. »Du kennst die Leute doch noch gar nicht.« Glücklich sieht er seine Frau an. Wie schön sie doch immer noch ist. Emelie schmiert sich ein Brötchen und beißt herzhaft hinein. »Wolltest du nicht …« »Was meinst du?«, fragt sie mit vollem Mund. »Ach, nichts.« »Jetzt sag schon, raus mit der Sprache!« »Aber nicht, dass du da was in den falschen Hals bekommst!« »Also?« »Na ja, ich meine nur. Ich war heute Morgen schon joggen, und du hast gesagt, wenn dein Urlaub vorbei ist, dann … nicht, dass mir deine Figur nicht gefällt, ich liebe jedes Pfund an dir. Aber wenn du selber nicht mehr mit dir zufrieden bist, dann bist du unausstehlich!« Sie boxt ihn an die Schulter. »Ich versteh schon«, sie zieht einen Schmollmund und tut beleidigt, »ich gefall dir nicht mehr.« »Nein, nein verdammt, so hab ich das doch nicht gemeint. Dass ihr Frauen dieses Thema immer in den falschen Hals bekommt, du hast doch gesagt …« Emelie beginnt lauthals zu lachen. »Du kennst mich wohl immer noch nicht gut genug, mein armer, dummer Mann! Du hast doch recht, und ich weiß sehr genau, was ich gesagt habe. Ab Morgen pass ich wieder mit dem Essen auf, und Sport wird auch wieder mehr gemacht. Nächsten Samstag holen wir die Brötchen gemeinsam nach dem Sport«, sagt Emelie, beißt genussvoll in das Brötchen und zwinkert Michael dabei zu.

Nachmittags gegen fünfzehn Uhr schellt die Türklingel. Emelie öffnet. Vor der Tür steht ein junges Pärchen mit einem kleinen, etwa drei Jahre alten Mädchen. Die Frau ist groß, schlank und blond, in ihrem geblümten Kleid sieht sie richtig toll aus. Er hat eine extrem sportliche Figur, könnte ein Bodybuilder sein, oder zumindest jemand, der seine ganze Freizeit im Fitnessstudio verbringt. Außerdem hat er ziemlich lange Haare, die locker zu einem Zopf gebunden sind. »Guten Tag.« Der Mann gibt Emelie freundlich die Hand. „Wir wollen uns nur kurz vorstellen, wir sind heute in das Haus nebenan eingezogen. Ich bin Vincent Müller, kurz Vince, und das sind meine Frau Klara und unser Töchterchen Lisa. Wir wollen nur kurz Hallo sagen.“ »Schön, freut mich. Wir haben den Umzugswagen schon gesehen, viel Arbeit, so ein Umzug, oder? Auf jeden Fall freue ich mich über neue Nachbarn, noch dazu junge Leute, die wissen, was sich gehört. Die letzten Nachbarn haben weder gegrüßt, noch haben sie irgendwie gezeigt, dass ihnen Nachbarschaft irgendetwas bedeutet. Also, ich freue mich, übrigens, ich heiße Emelie, Emelie Fischer. Vielleicht könnte man sich ja mal zum Kaffee treffen, wenn der Umzugsstress vorbei ist.« »Eine extrem gute Idee.« Der neue Nachbar lächelt sympathisch. »Auf das Angebot kommen wir sicher gerne zurück, jetzt möchten wir aber nicht länger stören, und außerdem haben wir ja noch eine Menge Arbeit vor uns.«

Emelie schließt die Tür hinter sich. Sie geht in den Garten zu Michael. »Wer war an der Tür?« »Unsere neuen Nachbarn haben sich eben vorgestellt, nette Leute, Müller, glaub ich. Er ist ein richtiger Schrank, Bodybuilder oder so was. Könnte ein Türsteher sein, ich glaub, an dem kommt keiner vorbei, wenn er es nicht will. Und sie, eine sehr attraktive Person, ich glaub, die könnte dir gefallen.« »Mir gefällst doch nur du! Glaub mir.« Er nimmt sie um die Hüfte und zieht sie zu sich heran. Leise flüstert er ihr ins Ohr: »Ich liebe doch nur dich.« Er gibt ihr einen langen, langen und leidenschaftlichen Kuss, dann beginnt er an ihrem Ohrläppchen zu knabbern und geht mit seinen Küssen auf Entdeckungsreise. Michael weiß genau, was seiner Emelie gefällt. Nach ein paar weiteren Küssen hat er sein Ziel erreicht, und beide verschwinden im Haus. Sie sind alleine, sturmfreie Bude sozusagen, und solche Zeiten sind kostbar, man muss sie nutzen.

Die ersten zwei Tage sind extrem hart für Emelie und ihre Diät. Maja und Thomas lästern nur, und Michael ist auch nicht wirklich eine Stütze. Am ersten Abend ihrer Diät öffnet er zum Fernsehen ausgerechnet eine Tüte Gummibärchen und lässt auch noch die halbe Tüte offen liegen. Gemein, findet Emelie, aber sie bleibt standhaft. Der nächste Tag ist wieder hart, eine Kollegin hat Geburtstag und natürlich Kuchen dabei. »Nein danke, ich glaub, ich hab mir gestern den Magen verdorben. Mir ist heute gar nicht gut«, lügt Emelie. Von der Diät will sie noch nichts erzählen. Wenn sie nämlich nicht durchhält, ist es peinlich, wenn sie vorher geprahlt hat, wie viel sie abnehmen will. Das muss jetzt noch gar keiner wissen, wenn die ersten Erfolge sichtbar sind, reicht’s auch noch, findet sie. Nach der Arbeit quält sie sich noch eine halbe Stunde durch den Park. Am Abend gibt’s Salat mit Putenstreifen, und um zwanzig Uhr hat sie so viel Hunger, dass sie lieber gleich schlafen geht, um nicht mehr in Versuchung zu geraten.

Am nächsten Morgen findet Emelie einen Zettel im Briefkasten, als sie die Zeitung holt. »Wir sind eingeladen«, sagt sie, als sie in die Küche kommt. »Von wem denn?« Emelie setzt sich an den Frühstückstisch. Sie gibt Michael den Zettel und die Zeitung. »Von unseren neuen Nachbarn, Sonntag zum Kaffee.« Sie seufzt. »Gott, da gibt’s bestimmt Kuchen. Wenn ich keinen esse, ist das unhöflich, oder?« »Du hast vielleicht Sorgen, dann sparst du eben beim Frühstück oder Mittagessen, dann hast du Luft für ein Stück Kuchen.« »Du hast es da viel einfacher, bei dir schlägt ja nichts an. Ich brauch ein Stück Kuchen nur anzusehen und schon hab ich es auf den Hüften.« »Arme Frau, muss ich dich jetzt bemitleiden?« Er zieht eine mitleidsvolle Miene, was ihm aber nicht ganz gelingt. »Ich muss jetzt zur Arbeit, wer bemitleidet mich?« »Hau bloß ab!« »Ohne Kuss gehe ich aber nicht.« »Okay, komm schon her.« Sie drückt ihm einen leichten Kuss auf die Wange. »Mehr hast du dir nicht verdient!« Er lächelt und geht kopfschüttelnd aus der Tür.

Emelie nimmt den Müll mit nach draußen, als sie das Haus verlässt, um zur Arbeit zu gehen. Ihre neue Nachbarin, Klara, ist mit Töchterchen Lisa im Garten. »Guten Morgen!« »Guten Morgen! Und, schon ein bisschen eingelebt?« »Na ja, momentan hab ich von der neuen Umgebung noch nicht viel gesehen. Mein Kopf steckt den ganzen Tag in Umzugskartons, ich hab noch so viel zu tun. Aber Lisa ist langweilig, deshalb muss ich gezwungenermaßen pausieren.« »Ein Vorschlag, ich arbeite in einem Kindergarten ganz in der Nähe, wenn Lisa möchte, darf sie mich gerne begleiten und eine Art Schnuppertag absolvieren. Dann können Sie in Ruhe auspacken.« »Das wäre ja super. Lisa, möchtest du?« Lisa ist sofort begeistert, sie läuft ins Haus und kommt in anderen Schuhen wieder zurück. »Fertig«, ruft sie und nimmt Emelies Hand. Der Tag im Kindergarten vergeht wie im Flug. Emelie bringt Lisa, die müde und erschöpft ist vom vielen Spielen, am Mittag wieder nach Hause zu ihrer Mutter. »Kaffee?«, fragt diese dankbar. »Ja, gerne. Hätte ich mir zu Hause sowieso gleich gegönnt.«

Das Chaos ist ja bereits zu einem sehr geschmackvollen Zuhause geworden, staunt Emelie. Lisa geht in ihr Zimmer und legt sich aufs Bett. Sie schläft sofort ein. Klara kommt mit zwei Kaffeetassen und einer Schale Plätzchen zurück. »Kaffee gerne, aber bitte keine Plätzchen, ganz ehrlich, ich versuch gerade ein bisschen abzunehmen, aber diese Probleme kennen Sie ja nicht, wenn ich Sie so ansehe.« »Wollen wir nicht du sagen, da quatscht es sich doch viel besser, oder?« Klara lächelt Emelie an. »Gerne.« »Ja, es stimmt, ich hab gute Gene, ich kann essen, was ich will, ich nehme nicht zu.« »Beneidenswert!« Emelie lächelt gequält und nimmt einen Schluck Kaffee. »Wenn dir einer helfen kann, dann ist das mein Mann. Der macht das ja sozusagen beruflich. Irgendein reicher Schnösel möchte, dass er seine Frau auf Vordermann bringt, die hat wohl einen Personaltrainer dringend nötig. Er redet ja nicht viel von seiner Arbeit, aber das scheint mir ein sehr lukrativer Job zu sein, weil wir deshalb extra umgezogen sind. Wenn du möchtest, rede ich gerne einmal mit ihm, er hat bestimmt ein paar gute Tipps für dich.« »Das wäre ja super, da wär ich dir wirklich sehr dankbar. Jetzt halte ich dich aber nicht mehr länger auf, sonst ist der Vorsprung, den ich dir durch Lisas Kindergartenbesuch verschafft habe, wieder flöten.« Sie trinkt aus, bedankt sich für den Kaffee und geht. »Also dann bis Sonntag, ihr habt doch unsere Einladung gefunden, oder?«, fragt Klara an der Tür. »Natürlich, ich freu mich schon, bis Sonntag.«

Am Abend ruft Alina an, das jüngste ihrer drei Kinder. Sie ist zurzeit bei einem Praktikum in Berlin. Emelie erzählt ihr von den neuen Nachbarn und lauter belangloses Zeug vom Ausflug. Sir John Mac Kinny erwähnt sie mit keinem Wort. Der Gedanke an ihn schmerzt. Er war doch so wahnsinnig nett und zuvorkommend. Ein richtiger Gentleman und dann das. Sie muss immer wieder an seinen eiskalten Blick denken, als er ihr gesagt hat, dass sie sich scheiden lassen müsse. Wie man sich doch in einem Menschen täuschen kann. Sie schüttelt den Kopf, als ob sie die negativen Gedanken abschütteln könnte.

Es ist Sonntagnachmittag. Emelie und Michael haben sich hübsch gemacht. Als Geschenk an die neuen Nachbarn gibt’s nach altem Brauch Brot und Salz, das Emelie in einen Korb drapiert hat. Die Kinder kommen nicht mit. Jedes hat mit Freunden andere Pläne geschmiedet. Das langweilige Geschwafel von euch muss keiner von uns haben, so der Originalton von Alina. Ist sowieso besser, wir wollen doch unsere neuen Nachbarn nicht überfordern, und Kaffee trinken ohne die Kids ist viel entspannter, denkt Emelie. Um fünfzehn Uhr stehen die beiden mit Blumen und dem Korb vor der Tür der Nachbarn. Als Michael gerade auf die Klingel drücken will, ist Vincent offensichtlich schneller und öffnet bereits die Tür. »Hallo, schön, dass ihr da seid. Ich hab euch schon kommen sehen.« Michael bleibt der Mund offen stehen. Verdammt, er ist auch trainiert, aber der Kerl ist so was von fit, das muss er neidlos anerkennen. Emelie hat nicht übertrieben, als sie sagte, dass der neue Nachbar Türsteher sein könnte. Beide Arme sind voll Tattoos, und er trägt einen Ohrring. Wie er so da steht mit seinem schwarzen Muskelshirt, fühlt sich Michael als Würstchen dagegen. Klara hat sich wirklich viel Mühe gemacht und die Wohnung mit Kerzen und Blumen dekoriert, sogar zwei verschiedene Torten hat sie gebacken. Eine Schokosahnetorte und eine Quarktorte mit viel Obst. »Ein Diätrezept mit Magerquark, extra für dich, damit deine Diät nicht in Gefahr ist.« Sie lächelt Emelie an.

Das ist ein guter Moment für Vincent, um einzuhaken. »Du möchtest abnehmen und fitter werden, hat mir meine Frau erzählt. Wenn du Hilfe brauchst, ich bin für dich da. Wir können gerne zusammen trainieren, ich denke, dass ich dir einiges zeigen kann. Natürlich will ich mich nicht aufdrängen.« Er sieht sie forschend an. »Das wäre ja super, ich bezweifle nur, dass ich mit dir mithalten kann.« »Ich richte mich da ganz nach dir«, sagt Vince verständnisvoll und lächelt. »Okay, dann wäre das auch geklärt, du kannst ruhig mit meiner Frau trainieren – aber nicht mehr!« Michael hörte sich etwas eifersüchtig an. »Und pass bitte auf, dass sie sich nicht übernimmt!« »Wo denkst du hin, ich bin ein Profi, glaub mir, ich weiß, was ich tue.« »Aber geht das überhaupt mit deiner Arbeit, du hast bestimmt nicht so viel Zeit.« »Kein Thema, die Zeit nehme ich mir gerne.« Jetzt wirkt Vincent etwas angespannt, er redet wohl nicht gerne über seine Arbeit. Schnell findet er eine geschickte Überleitung auf seine Tochter, die sitzt die ganze Zeit in ihrer Spielecke und beschäftigt sich mit ihren Puppen. »Du arbeitest im Kindergarten, sagt meine Frau?« »Ja, schon eine halbe Ewigkeit, ich hab den Beruf auch einmal vor hundert Jahren gelernt.« »Denkst du, dass wir für Lisa einen Kindergartenplatz bekommen könnten, auch so unterm Jahr?« »Da lässt sich bestimmt was machen, ich frag morgen einmal nach und gebe euch dann Bescheid.« »Und wann möchtest du mit dem Training beginnen, ich würde vorschlagen, auch gleich morgen. Wir beginnen mit einfachem Lauftraining von sechs bis sieben Uhr, dann bleibt noch genug Zeit für ein gesundes Frühstück.« Und gesund hat er extra stark betont. Wow, der kniet sich aber gleich voll rein, hoffentlich hab ich keinen Fehler gemacht, denkt Emelie und isst den letzten Rest von ihrem Kuchenstück.

Am Abend, nachdem die Fischers gegangen sind und Klara im Kinderzimmer mit Lisa beschäftigt ist, nimmt Vincent das Telefon und wählt eine Nummer in Schottland. »Sir, Vincent Müller, Sir … Kontaktaufnahme erfolgreich abgeschlossen, morgen beginnen wir mit der ersten Trainingseinheit … natürlich, Sir … nein, sie ahnt nichts, wir sind nur die netten Nachbarn … alles klar, ich melde mich in zwei Wochen wieder.« »Wer war am Telefon, Schatz?«, fragt Klara, als sie hereinkommt. »Nur mein Arbeitgeber, nichts Wichtiges.«


Hier gibt es dieses E-Book:


Amazon Kindle Edition

XinXii, verschiedene Formate

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Wenn nur einer liebt
Roman von Gisela Greil
ISBN: 978-3-9503762-0-3
Seitenanzahl: 406 (PDF)
Erscheinungsdatum: 6. Mai 2014

Donnerstag, 29. August 2013

Wurzeln der Hoffnung – Leseprobe


Er setzte sich mit einem lauten Seufzer zu ihr. Zärtlich drehte er sie herum und streichelte sanft über ihre Wange.

»Meine arme kleine Pirata, was hat man dir nur angetan, dass du so voller Selbsthass und Zerstörung bist? Ich bin wirklich der Letzte, der dir wehtun möchte oder könnte. Wenn du willst, werde ich dir helfen, ins Leben zurück zu finden. Das Wichtigste ist, dass du mir vertraust. Hundertprozentig und bedingungslos. – Hörst du mir zu, Pirata?«

»Ja, ich höre dir zu«, kam es leise retour.

»Gut, dann werde ich dir jetzt etwas sagen. Ich muss jetzt gehen. Aber bald wird jemand kommen, um dich zu befreien. Meine Kameraden werden nicht erfahren, dass ich eine Geisel hatte. Ich will dich aus dieser Sache heraushalten. Hast du mich verstanden?«

»Ja, aber ich kann nicht mehr in diese Welt zurück. Ich habe alles hinter mir gelassen. Ich kann nicht mehr an morgen denken.«

»Dafür habe ich einen Vorschlag. Die Tante meines Schwagers hat einen Reitstall im Nordosten. Den betreibt sie zusammen mit ihrem Sohn und ihrer Stieftochter. Sie haben jedes Jahr in der Saison enorm viel Arbeit und können jemanden gebrauchen, der ihnen ein wenig unter die Arme greift. – Magst du Pferde?«

Sie drehte sich zu ihm herum und setzte sich erstaunt auf. Sie rieb sich die Augen.

»Sicher mag ich Pferde. Aber ich kann nicht wieder in das normale Leben zurück. Ich habe mit diesem Leben abgeschlossen. Wie soll ich nur –«

»Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um vorwärts zu kommen.«

»Aber es gibt kein Vorwärts mehr für mich!«

»Und der Sänger der ›Centauri‹? Interessiert er dich nicht mehr? Hast du ihn schon vergessen?«

Sie schwieg und senkte ihren Blick.

»Wenn du ihn kennenlernen möchtest, dann solltest du meinen Vorschlag annehmen.«

»Aber wie soll ich mich nur zurechtfinden?«

»Mach dir keine Gedanken, bitte. Ich kümmere mich um alles. Du musst mir nur vertrauen.«

»Ich habe wohl keine andere Wahl. – Werde ich dich wiedersehen?«

»Das kann ich dir nicht versprechen, Pirata. Vertraust du mir?«

»Ja, aber –«

»Also gut, kein Aber mehr. Einverstanden?«

Sie nickte.

»Einverstanden. Aber es ist alles so unwirklich. Ich weiß nicht mehr was ich denken soll. Ich weiß nur eines, ich möchte mich jetzt an dich kuscheln und in deinen Armen einschlafen und nie wieder aufwachen.«

Sie legte ihren Kopf an seine Schulter.

»Kannst du reiten?«

»Ja, meine Oma hatte zwei Pferde und einen Esel.«

»Fein, wo hast du bisher gelebt?«

»In der Balagne, in Aregno.«

»Ah, kennst du die Castagnicca?«

»Ja, ein wenig. Ich mag die Gegend um den Monte San Petrone sehr.«

Er lächelte zufrieden.

»Ich auch.«

»Aus welcher Gegend stammst du?«

»Die Familie meiner Mutter kommt aus der Castagnicca und die meines Vaters aus dem Fium-Orbu. Aber geboren bin ich in Bastia.«

»Das Fium-Orbu. Die berühmte Erzregion der legendären Ehrenbanditen.«

Er lächelte und nickte. Einen Augenblick herrschte Schweigen. Schließlich sagte er:

»Wenn du einverstanden bist, dann rede ich mit der Tante meines Schwagers, um sie zu bitten, dich bei ihr aufzunehmen.«

Sie starrte auf die Steindecke und fragte dann noch einmal flüsternd:

»Werde ich dich wiedersehen?«

»Wie ich schon sagte, ich kann es dir nicht versprechen. Außerdem ist da noch der Sänger von den ›Centauri‹, der dich so interessiert.«

»Ja, aber wie soll ich an ihn herankommen?«

»Ich glaube nicht, dass es dir an Einfällen mangelt, einen Mann kennenzulernen, den du kennenlernen möchtest. Du bist hübsch und intelligent und du weißt, was du willst.«

»Dessen bin ich mir nicht mehr so sicher«, sagte sie leise. Sie seufzte.

»Ich, ich habe wirklich mit allem abgeschlossen. Wie soll ich es schaffen, mich wieder zu integrieren? Die Vorstellung ist im Moment zu viel für mich. Ich fühlte mich völlig frei, weil ich meine Seele schon in das Nichts geschickt hatte. Ich kann jetzt nicht an ein neues Leben denken.«

Ihre Stimme wurde immer leiser.

»Ich glaube, es ist, wie in dem Augenblick bevor man geboren wird.«



Wurzeln der Hoffnung
Ein Korsika-Roman
von Miluna Tuani

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Dienstag, 11. Juni 2013

Neue Manuskripte gesucht

Wir suchen Manuskripte für unterhaltsame E-Books: Romane, Erzählungen, Ratgeber, Lebenshilfe, Lyrik.
Senden Sie die ersten 50 Seiten Ihres Textes an sirius@textshop.at. Kostenfrei für Autoren!
PS Das E-Book im Sirius Verlag wird ein reines Text-Medium bleiben, denn Leser wollen lesen.

Donnerstag, 7. März 2013

Der neue E-Reader "Tolino"

E-Ink-Touchscreen-Display
Mit integrierter Beleuchtung: auch im Dunkeln lesen
Bis zu 7 Wochen Akkulaufzeit: ideal für längere Reisen
Bis zu 2.000 eBooks immer dabei
Mit WLAN und der TelekomCloud
7 Schriftgrößen, 6 Schriftarten


Freitag, 4. Mai 2012

E-Reader verändert Lesegewohnheiten

Lesen im Park
Adalbert Stifter hat dicke Wälzer geschrieben, doch auf dem E-Reader nehmen auch sie kaum Platz ein. Ein großer Vorteil, wenn man sie im Park lesen will, finde ich. Wo es doch zurzeit besonders schön draußen ist.
Was ein E-Bookaholiker bekennt, kann man hier nachlesen.

Dienstag, 20. März 2012

Frühlingsgefühle statt Frühjahrsmüdigkeit!


                     Wenn die gelben Blumen sprießen
                     mit E-Reader und E-Books die Natur genießen.

                     Lesen ist ein Wunschkonzert!
                     Deshalb haben wir die Preise gesenkt.

                     Auf in den Lesefrühling!


Montag, 21. November 2011

In Vorbereitung: Besinnliches


"Es ist ein Irrtum zu glauben, es gäbe nur vereinzelt Weise, die zurückgezogen leben als Eremiten, in Klöstern, in Wäldern oder an geheimen Orten. Ich sehe die Weisen überall tätig."


Aus "Sprich mein Herz" von Christine Lackner

Montag, 2. Mai 2011

E-Books für Mutter

Olivers Mutter und Philipps Mutter sind zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.


Olivers Reisen
Ein Roman von Sigrid Lenz



XinXii, verschiedene Formate

iBookstore



Nur geträumt?
Ein Roman von Christine Lackner



XinXii, verschiedene Formate

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Donnerstag, 24. März 2011

Lesung in Buxtehude

Am Donnerstag, den 31. März, liest Uwe Prink in Buxtehude aus seinem Roman ›Leben ist ein Nebenjob‹ .
Die Lesung findet um 20 Uhr im Kulturforum am Hafen statt.
Der Autor ist auch Sänger der Buxtehuder Coverband ›Blofeld‹ und wird die Lesung musikalisch garnieren.
Mehr Infos gibt es hier.
Viel Vergnügen!






Leben ist ein Nebenjob
Ein Roman von Uwe Prink



XinXii, verschiedene Formate

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Dienstag, 1. März 2011

An Jakobs zweitem Geburtstag schreibt Sarah seinem Vater einen Brief

... Jakob schlief noch, während ich in aller Früh das Wohnzimmer dekorierte, Ballons aufblies, Girlanden anbrachte und den Tisch festlich deckte. 
Gegen Mittag, als ich beim Verzieren der Torte war, kam Jakob in die Küche und wollte mithelfen. Er bekam einen Teller mit Schlagobersresten zum Ausschlecken. Diesen setzte er sich jedoch bald auf den frisch gewaschenen Kopf. Ich geriet in Verzug und es war drückend schwül. Neben einem aufgeweckten Zweijährigen Geschenke zu verpacken und dabei zu sorgen, dass er nicht im Nu die gerade erst aufgeräumte Wohnung in einen Spielplatz verwandelt, ist alles andere als einfach.
Während ich hier sitze und an Dich schreibe, frage ich mich: Wie wird er einmal sein als Mann und Vater? Wird er es schaffen, ein besserer, gütigerer, verständnisvollerer Vater zu sein, als Du es Deinen Kindern bist? ...

Den berührenden Roman "Nur geträumt? Abschied von der großen Liebe" lesen

(PDF/EPUB/Mobi) oder als iBook auf dem iPad lesen.

Das E-Book kann auch per E-Mail bestellt werden: sirius@textshop.at

Donnerstag, 24. Februar 2011

Über Olivers Reisen

Eine Leserin schrieb: Olivers Reisen sind nach einem behutsamen Auftakt so spannend, dass man sie - von kurzen Unterbrechungen abgesehen - ohne Halt bis zum Ende durchlesen und miterleben will. Immer neue Entwicklungen im Leben des Jugendlichen Oliver fesseln das Interesse und man erlebt ein ständiges Auf und Ab. Als empathisch Lesende(r), wünscht man sich, bald zu erfahren, ob und wie sich die Verwicklungen auflösen werden. Dabei bleibt lange offen, wohin Olivers Reisen führen. Eines sei gesagt: Sie enden nicht im Nichts. Oliver kommt an. Und zwar ganz woanders, als man es anfangs vermutet hatte. Der Titel "Olivers Reisen" von Sigrid Lenz handelt nicht vom ewig hoffnungsfrohen Reisen, sondern vielmehr davon, dass Ankommen nach langen Reisen dem Leben einen völlig neuen Sinn gibt. Und vielleicht gehen die Reisen des jungen Oliver eines Tages unter anderen Vorzeichen weiter ... - so wie im ähnlich klingenden Titel "Gullivers Reisen". Zu wünschen bleibt jedenfalls, dass Sigrid Lenz weiterhin viele Leser mit ihren Geschichten aufs Beste unterhält und sie ähnlich bekannt wird wie Siegfried Lenz, ihr Namensvetter.

Diese Formate gibt es:


Olivers Reisen
Ein Roman von Sigrid Lenz



XinXii, verschiedene Formate

iBookstore


Donnerstag, 27. Januar 2011

E-Book-Shops


Unsere E-Book-Romane gibt es im

Kindle Shop von Amazon,

bei XinXii

und im iTunes Store.

Einfach nach dem gewünschten Titel suchen.

Sonntag, 9. Januar 2011

Freitag, 10. Dezember 2010

Roman-Neuerscheinung: Wurzeln der Hoffnung

Wurzeln der Hoffnung von Miluna Tuani

Der Roman ›Wurzeln der Hoffnung‹ spielt auf Korsika und erzählt die Geschichte einer jungen Fotografin und Journalistin. Alicia beschließt, ihr Leben zu beenden, da sie unter den Folgen eines schweren Schicksalsschlages leidet. Als sie den Freitod in die Tat umsetzen will, begegnet ihr ein mysteriöser junger Mann. Eine spannungsreiche Beziehung entwickelt sich zwischen den beiden.


Miluna Tuani
Miluna Tuani lebt auf Korsika. Schreiben war für sie von klein auf Teil ihres Seins, schon als Kind schrieb sie Geschichten, Gedichte und Liedertexte auf. Heute ist sie Vollzeitmutter, betreibt nebenbei eine Webboutique für korsische Spezialitäten, leitet einen astronomischen Klub und ist im Tierschutz aktiv. Auch arbeitet sie in der Saison im Touristikbereich und in der Nebensaison in der Altenpflege.


Autoreninterview mit Miluna Tuani am 20. Oktober

Wann haben Sie zu schreiben begonnen?

Schon als Kind fing ich an, kleine Geschichten aufzuschreiben, die mir in den Kopf kamen, ebenso Gedichte und Liedertexte. Für mich war das Schreiben immer ein Teil meines Seins.

Was bedeutet das Schreiben für Sie?

Meine kreativen Auswürfe in Form von Geschichten mit anderen zu teilen. In den letzten Jahren ist der Wunsch dazugekommen, über Korsika zu schreiben. Ich möchte Verständnis bei deutschsprachigen Besuchern dieser Insel der Schönheit vermitteln, indem ich von ihrer bewegten Geschichte, eigenständigen Kultur und lokalen Sprache, Musik und sozialpolitischen Problemen der modernen Zeit erzähle.

Wann kommen Ihnen die besten Ideen?

Ganz spontan, jederzeit, auf einmal sind sie da.

Woher bekommen Sie Ihre Ideen?

Ich suche nicht nach ihnen, auf einmal habe ich eine komplette Geschichte im Kopf. Aber sicherlich tragen meine Geschichten Züge von Erlebtem gemischt mit meiner Fantasie.

Haben Sie eine Marotte beim Schreiben?

Ja, ich kann nur schreiben, wenn totale Ruhe um mich herum herrscht, sprich nachts!

Wie sieht Ihr Schreibzimmer aus?

Ich arbeite an meinen einfachen PC-Rollentisch in meinem spartanisch eingerichteten Wohnzimmer: Sofa mit Couchtisch, Esstisch mit Stühlen, Rattanregal, Kaminnische, Amerikanische Küche, gelb-beige hohe Wände, eine Treppe zum Mezzanin.

Ihr Fensterblick?

Auf die Terrasse, in den Garten, mit Blick auf die umliegenden Berge von dem Terrassentürfenster aus; vom anderen auf das Dorf und das Meer, am Horizont Elba und Capraja manchmal – je nach Wetterlage.

Ist Ihre Zimmertür offen, wenn Sie schreiben?

Zu im Winter, da ich im Salon schreibe und es sich um die Terrassenfenstertür handelt; im Sommer auch offen. Aber wegen der Füchse bevorzuge ich es, die Fensterläden zuzumachen. Wir leben in wilder Natur in den Bergen.

Hören Sie Musik?

Ja, beim Überarbeiten der aufgeschriebenen Geschichten, nicht aber bei der Erstfassung.

Schreiben Sie diszipliniert?

Ja, ich habe mein Ziel vor mir und muss es fertigstellen, auch wenn manchmal die ganze Nacht dabei drauf geht. Wenns im Kopf »juckt«, muss die Geschichte raus auf die Festplatte ohne Wenn und Aber und ohne dass man mich stören darf.

Wie gehen Sie mit Schreibproblemen um?

Ich warte auf eine bessere Gelegenheit, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, und meditiere über die erfundene Story im Stillen, im Liegen mit geschlossenen Augen und lasse die Handlung wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen.

Welche Bücher lesen Sie selbst am liebsten?

Historische Romane, Scifi/Fantasy u. v. a. m.

Was lesen Sie zurzeit?

Viele interessante Werke auf Literaturplattformen im Web.

Haben Sie LieblingsautorInnen?

Marion Zimmer Bradley, Noah Gordon, aber auch viele andere.

Haben Sie eine bestimmte Methode?

1. Die Geschichte erscheint im Kopf
2. Aufzeichnung der Geschichte in der Rohfassung
3. Die Überarbeitung

Wie kamen Sie auf die Idee zu ›Wurzeln der Hoffnung‹?

Die Gesamthandlung ist mir auf einmal im Kopf erschienen, ein wenig haben sich reale Erlebnisse mit der Fantasie vermischt. Zum Beispiel habe ich die Überschwemmungskatastrophe am Fluss Fium-Altu live miterlebt!

Wie ist dieser Roman dann entstanden?

Nachdem ich die Idee komplett im Kopf hatte, fing ich an, sie in der Rohfassung aufzuschreiben, das war 1995. Dann folgten einige Jahre Kinderpause. Im Jahr 2003 nahm ich das Manuskript wieder zur Hand und bearbeitete es bis zu seiner endgültigen Fassung.

Wie sind Sie handwerklich-technisch herangegangen?

Nachdem ich die Rohfassung niedergeschrieben hatte, erstellte ich ein Konzept, um den Roman logisch zu gliedern. Ich fertigte ein Exposé an, teilte den Roman in Kapitel und Unterkapitel mit je einer kurzen Inhaltsangabe, anschließend folgten Personenbeschreibungen der Haupt-und Nebencharaktere mit ihrer Biografie.

Das war unter anderem die Arbeit für eine Hausaufgabe innerhalb meines Fernstudiums ›Schreiben lernen‹, das ich von 1992-1993 hier vor Ort absolvierte. Dieses Gerüst habe ich dann meinem Onkel, einem ehemaligen Germanistikprofessor, zum Lektorat vorgelegt. Seine lektorierte Version habe ich erneut abgespeichert. Bei einer Informatikpanne habe ich jedoch diese lektorierte Version leider verloren und musste so noch einmal von vorne angefangen!

Wussten Sie von Anfang an, wie es ausgeht?

Ja.

Erkennt man in der Endfassung noch die Rohfassung?

Es gab einige Überarbeitungen, aber die Rohfassung blieb gut erkenntlich. Mein Onkel wollte einige Abschnitte völlig weglassen, aber ich war dagegen, da ich meinen Roman als Gesamtwerk sehe. Es ist wie bei einer Symphonie: Wenn man ein Stück herausnimmt, bricht die Harmonie zusammen. Er verstand das, blieb aber skeptisch wegen einiger Szenen.

Wie kamen Sie auf die Namen der Figuren?

Sie sind mir ebenso erschienen wie der Text selbst.

Haben Sie vor Ort recherchiert?

Nein, da ich vor Ort lebe und ihn sehr gut kenne.

Gab es Motivationslöcher, wie haben Sie sich daraus befreit und wie über Schreibblockaden hinwegmanövriert?

Die Informatikpanne hat mir sehr die Motivation genommen, aber da ich ein sogenanntes Stehaufmännchen bin, habe ich mich erneut daran gesetzt. Ich habe aber etwas Zeit vergehen lassen, inzwischen andere Texte aufgezeichnet und ein wenig Abstand genommen.

Musste Ihre Umwelt leiden, während Sie am Buch gearbeitet haben?

Kaum, da ich ja nachts schreibe.

Wie ist es, nach all den Mühen, den Roman veröffentlicht zu bekommen?

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das ich irgendwie nicht in Worte fassen kann, nur, ich bin sehr froh und stolz darauf und dankbar.

Wohin reisen Sie gerne und was ist für Sie an einem Urlaubsort wichtig?

Bevor ich mich endgültig auf Korsika ansiedelte, reiste ich viel herum schon von klein auf, aber mein Lieblingsreiseziel blieb immer die Insel Korsika.

Wichtig ist für mich an einem Urlaubsort das angenehme Klima, wilde, unbelassene Natur und wenig überlaufende Orte fern vom Massentourismus.

An welchem Text arbeiten Sie derzeit?

Ich bin zurzeit mit der Überarbeitung meiner Endzeittrilogie beschäftigt, deren Erstfassung ich vor ca. fünf Jahren auf Festplatte brachte, sowie mit meinem ersten Roman von 1990/91, dessen Original ich auch in einer Informatikpanne verloren habe.

Ich bin auf diese Weise vom Pech verfolgt gewesen, aber heute ist zum Glück mein Sohn ein Informatikgenie, das heißt, er findet für jede Panne eine Lösung. Er ist zwölf!

Auch möchte ich alle meine anderen alten Werke überarbeiten, um sie für eine eventuelle Veröffentlichung vorzubereiten.

Wissen Sie schon, wie der neue Roman heißen wird?

Meine Endzeittrilogie heißt ›Astreya‹ und mein erster Roman heißt ›Wie Blätter im Wind‹.

Können Sie schon ein wenig darüber verraten?

›Astreya‹ beginnt in der Vergangenheit, setzt sich in der heutigen Zeit fort und endet in der Zukunft und spielt wieder auf Korsika.

›Wie Blätter im Wind‹ ist ein Unterhaltungsroman und spielt natürlich auch auf Korsika, zwischen gestern und heute, zwischen Schicksal und Vorherbestimmung, zwischen grausamer Realität und übernatürlichen Wahrnehmungen, zwischen Vendetta und politischen Fehden. Und er ist die Einleitung zu einem meiner Erstlingswerke, das ich im Alter von acht Jahren in der Rohfassung erstellt habe, einer SF-Fantasy-Saga in neun Bänden.

Ansonsten habe ich so viele Projekte, die als Exposé oder als Ideenaufzeichnung daliegen. Hätte ich genug Zeit, nur zu schreiben, dann würde ich ein wenig schneller vorankommen. Aber leider hat man ja auch andere Verpflichtungen im Leben. Dank der modernen Technik und den Literaturplattformen ist es mir gelungen, einige meiner spontanen neuen Werke für interessiertes Publikum lesbar zu machen, was mir sehr wichtig ist. Ich bin sehr glücklich, wenn meine Texte gelesen werden und den LeserInnen gefallen.

Herzlichen Dank für das Interview!



Wurzeln der Hoffnung
Ein Roman von Miluna Tuani



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